Blastozystenkultur
geschrieben am 16.12.2008
Bei Blastozysten handelt es sich um Embryonen, die am fünften Tag nach der Follikelpunktion zurückgeführt werden. Eine Blastozyste hat grundsätzlich eine höhere Wahrscheinlichkeit, sich einzunisten und damit zu einer Schwangerschaft zu führen. Die Blastozystenkultur ist außerdem eine wichtige Möglichkeit zur Beurteilung der embryonalen Entwicklung.
Aufgrund des Embryonenschutzgesetzes dürfen sich in Deutschland nicht mehr als drei befruchtete Eizellen weiterentwickeln. Nicht alle befruchteten Eizellen entwickeln sich zu einer Blastozyste. Unter Umständen kann es sinnvoll sein, den Embryotransfer bereits am zweiten oder dritten Tag nach der Follikelpunktion durchzuführen und auf eine verlängerte Embryokultur zu verzichten. Das Vorgehen wird individuell festgelegt, um eine höchstmögliche Schwangerschaftswahrscheinlichkeit zu erreichen.

