Donogene Insemination - Kinderwunschzentrum

Donogene IUI = intrauterine Insemination mit Spendersamen

Wenn keine Spermien im Samen (Spermiogramm, Azoospermie) oder durch eine Hodenbiopsie (TESE) gefunden werden, kann eine Behandlung mit Spendersamen erfolgen. Diese Methode ist momentan nur für verheiratete Paare möglich. Bereits vor Beginn der Behandlung wird die gemeinsame Elternschaft durch eine notarielle Beglaubigung anerkannt. Das Kind hat ab dem 18. Geburtstag das Recht, Namen und Identität des Spenders zu erfahren. Dem Kinderwunschpaar werden die Personalien des Spenders nicht mitgeteilt.

Wenn eine Kinderwunschtherapie mit Spendersamen durchgeführt wird, übernehmen die Krankenkassen keine Kosten. Der Spender wird von der Samenbank ausgesucht. Es wird ein Spender gewählt, der dem Ehemann in Statur und Aussehen ähnelt. Dabei werden Körpergröße, Gewicht, Haut-, Haar- und Augenfarbe bei der Auswahl miteinbezogen. Zum Zeitpunkt des Eisprungs wird der Spendersamen aufgetaut und in die Gebärmutter übertragen. Dies geschieht mit einer Spritze und einem dünnen Plastikschlauch (Katheter). Die Insemination ist schmerzfrei und dauert ca. 10 Minuten. Zwei Wochen nach der Insemination kann ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden. Die Erfolgsquote liegt pro Versuch bei 10-15%. Falls die donogene Insemination nicht zu einer Schwangerschaft führt, kann im nächsten Schritt eine Befruchtung außerhalb des Körpers mit Spendersamen erfolgen (IVF).

Am 1. Juli 2018 wird ein neues Gesetz in Kraft treten (Gesetz zur Regelung des Rechts auf Kenntnis der Abstammung bei heterologer Verwendung von Samen). Es regelt die Schaffung eines Samenspenderegisters beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) sowie die Auskunftserteilung an Personen, die nach einer Samenspende geboren wurden, ab dem 16. Lebensjahr. Außerdem steht dann eindeutig im Gesetz, dass die rechtliche Vaterschaft eines Spenders ausgeschlossen ist.