Psychosoziale Beratung - Kinderwunschzentrum

Psychosoziale Beratung

In Kinderwunschpraxen finden viele ungewollt kinderlose Paare medizinische Hilfe und schließlich die Erfüllung ihres sehnlichsten Wunsches: ein eigenes Kind. Doch der Weg bis zu diesem Ziel ist kein leichter. Die Behandlungen und die damit verbundenen Auseinandersetzungen sind manchmal nicht nur für den Körper belastend, sondern sind auch eine Herausforderung für die Paarbeziehung. Die Kinderwunschzentren Dortmund, Siegen, Dorsten und Wuppertal bieten deshalb in Kooperation mit der AWO Dortmund psychosoziale Beratungen an, in denen Paare Unterstützung in der Krise finden.

Eine psychosoziale Beratung kann hilfreich sein

  • bei der Auseinandersetzung mit der Tatsache, dass eigene Kinder nicht mühelos gezeugt werden können
  • bei möglichen psychischen Ursachen von Unfruchtbarkeit
  • zur Entscheidung vor und als Vorbereitung auf eine mögliche medizinische Behandlung der Unfruchtbarkeit
  • zur Bewältigung belastender Umstände während einer medizinischen Behandlung
  • bei der Entscheidungsfindung, wann Sie keinen erneuten Versuch mehr unternehmen möchten, schwanger zu werden
  • bei der Begleitung des Trauerns und des Abschieds vom Kinderwunsch
  • zur Entwicklung alternativer Werte und Ziele für die Partnerschaft und ein Leben ohne Kinder
  • wenn Sie entscheiden, ein Kind zu adoptieren

    Frau Bärbel Nellissen arbeitet seit dem Jahr 2000 als Diplom-Psychologin und psychologische Psychotherapeutin mit von ungewollter Kinderlosigkeit betroffenen Paaren und ist zertifizierte BkiD-Beraterin. Es besteht für Sie die Möglichkeit, im Kinderwunschzentrum Dortmund ein Beratungsangebot wahrzunehmen. Frau Dipl.-Psych. Bärbel Nellissen wird sich bemühen, mit ihrer Kompetenz, Fachlichkeit und Menschlichkeit mit Ihnen gemeinsam Möglichkeiten der Klärung und Bewältigung für Ihre individuelle Situation zu finden. Die Inhalte dieser Beratungsgespräche unterliegen der Schweigepflicht.

      Frau Dipl.-Psych. Bärbel Nellissen Kinderwunschzentrum Dortmundjeden Dienstag 8:30–13:30 Uhr

      Terminabsprache unter Telefon 0231 5575450 oder info@kinderwunschzentrum.org.

       

        Wann suchen die Paare bei Ihnen Rat?

        Bärbel Nelissen: Die meisten Paare nehmen Kontakt zu mir auf, wenn sie an einem Knotenpunkt angelangt sind. Das kann die anstehende Entscheidung für oder gegen einen weiteren Behandlungsschritt sein oder auch die gefühlte Perspektivlosigkeit, nachdem die Behandlung in der Kinderwunschklinik nicht zum Erfolg geführt hat. In diesen Situationen entstehen häufig die Paarkonflikte. Wenn beispielsweise einer der beiden Partner gerne noch eine weitere Behandlung in Anspruch nehmen möchte, der andere dies aber ablehnt und sich gedanklich schon eher auf eine Alternative, wie beispielsweise eine Adoption, einstellt. Hier gilt es, einen gemeinsam gangbaren Weg zu erarbeiten, was durch professionelle Begleitung oft besser gelingt.

        Nicht alle Paare, die sich im Kinderwunschzentrum behandeln lassen, kommen zu Ihnen. Für wen ist eine Beratung sinnvoll?

        Bärbel Nelissen: Meistens haben die Paare schon eine Behandlung hinter sich. Nach oftmals Jahren des Hoffen und Bangens und der damit verbundenen Gefühlsachterbahn suchen die Frauen und Männer eine Möglichkeit, sich wieder zu sammeln und Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Dabei geht es oft um entscheidende Lebensfragen, den Sinn des eigenen Daseins, die Identität als Mann und Frau – Fragen, die durch die Krise drängender werden. Solche intensiven Gespräche führen auch zu Tränen und lösen schmerzhafte Prozesse aus, mit denen nicht jedes Paar allein weiterkommt.

        Stellen Sie bei der Verarbeitung dieser Situation auch Unterschiede zwischen Männern und Frauen fest?

        Bärbel Nelissen: Ja, durchaus und daran hat sich auch in den vergangenen zehn Jahren, in denen das Thema gesellschaftlich nun deutlich präsenter geworden ist, nichts verändert. Frauen kommen auch allein, Männer kommen meist nur mit ihrer Frau und sind oft auch in erster Linie wegen ihr bei mir – zumindest vordergründig. Während Frauen oft tief traurig und verzweifelt sind, weil sich ihre Hoffnung auf ein eigenes Kind nicht erfüllt, haben die Männer oft eher Angst vor der Trauer ihrer Partnerin, obwohl sie natürlich auch selbst enttäuscht und traurig sind. Wenn Männer spüren, dass sie ihrer Frau nicht helfen können, kommen sie mit in die Beratungsstunde. Denn oft ist es diese Hilflosigkeit, die den Männern richtig zusetzt.

        Wie viele Paare nehmen Ihre Beratung in Anspruch?

        Bärbel Nelissen: Das lässt sich nicht so einfach sagen. Aber es sind über die Jahre mehr Frauen und Paare geworden, da die Hemmschwelle, sich beraten zu lassen, gesunken ist. Der Bedarf ist sicher noch etwas höher. Denn rund 40 Prozent aller behandelten Frauen erleben eine Phase der Depression, die zwar schnell wieder vorüber sein kann, aber in der Unterstützung gut tut.

        Was kann die Beratung leisten?

        Bärbel Nelissen: Bei vielen Paaren in meiner Kinderwunsch‐Beratung erlebe ich, dass sie sehr behutsam miteinander umgehen und in der Krise oft noch enger zusammenwachsen. Durch eine psychologische Begleitung kann diese Entwicklung gefördert werden. Selbst wenn sich der Kinderwunsch mit medizinischer Hilfe doch nicht erfüllen lässt, gehen diese Männer und Frauen gestärkt aus ihrer Krise hervor und haben es damit auch leichter, ihren vielleicht doch nicht zu erfüllenden Wunsch zu verarbeiten.“

        Wie können wir Ihnen helfen?

        Ihr persönliches Beratungsgespräch können Sie direkt vereinbaren unter der Rufnummer 0202 4789930.

        Wir freuen uns auf Ihren Anruf zu folgenden Zeiten:Montag 7.30–18.00 Uhr, Dienstag 7.30–17.00 UhrMittwoch 7.30–14.00 Uhr, Donnerstag 8.00–17.30 UhrFreitag 7.30–15.45 Uhr

        WeihnachtsferienUnser Zentrum ist in der Zeit vom 18.12.2018 bis einschließlich 01.01.2019 geschlossen. Ab dem 02. Januar 2019 sind wir wieder für Sie da.Das Kinderwunschzentrum Dortmund ist bis zum 21.12.2018 geöffnet.

        Wir wünschen Ihnen eine schöne Weihnachtszeit und alles Gute für das Neue Jahr.